WM 2026 Teams » Alle 48 Teilnehmer & Favoritencheck

Flaggen der 48 WM-Teilnehmerländer auf Fußballfeld

Ladevorgang...

Als die FIFA 2017 beschloss, die WM auf 48 Teams zu erweitern, schüttelten viele Puristen den Kopf. Verwässerung des Wettbewerbs, hieß es. Zu viele schwache Mannschaften. Neun Jahre später, nach Abschluss aller Qualifikationsturniere, sehe ich das anders. Die WM 2026 bringt nicht nur mehr Teams – sie bringt bessere Geschichten. Curaçao, eine Karibikinsel mit 150.000 Einwohnern, steht neben Deutschland. Haiti kehrt nach 52 Jahren zurück. Indonesien qualifiziert sich erstmals überhaupt. Das ist keine Verwässerung. Das ist die Globalisierung des Fußballs in ihrer reinsten Form.

In diesem Überblick analysiere ich alle 48 Teilnehmer der Weltmeisterschaft 2026. Von den Titelaspiranten aus Europa und Südamerika bis zu den Debütanten aus Afrika und Asien – jedes Team hat seinen Platz verdient. Die Qualifikation war für alle ein Marathon, und wer hier steht, gehört zu den besten 48 Nationen der Welt. Für meine Einschätzungen greife ich auf neun Jahre Erfahrung als Wettanalyst zurück, auf Dutzende analysierte Qualifikationsspiele und auf die nackten Zahlen, die oft mehr erzählen als jede Expertenmeinung. Ich habe jedes Qualifikationsturnier verfolgt, die Kader studiert und die taktischen Entwicklungen beobachtet. Das Ergebnis ist diese umfassende Analyse aller WM 2026 Teams.

Europäische Teams bei der WM 2026

Sechzehn Startplätze für Europa – drei mehr als bei der WM 2022. Die UEFA hat geliefert, und das Feld ist so stark besetzt wie selten zuvor. Von den amtierenden Europameistern Spanien bis zu den Rückkehrern aus Tschechien und Schottland: Der alte Kontinent zeigt, warum er seit Jahrzehnten den Weltfußball dominiert.

Deutschland kommt als Gruppenkopf in Topf 1 und landete in Gruppe E mit Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador. Die Mannschaft unter Julian Nagelsmann hat die Qualifikation souverän gemeistert und präsentiert sich mit einer neuen Spielidentität. Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz bilden das offensive Dreieck, das jeden Gegner vor Probleme stellt. Nach den Enttäuschungen von 2018 und 2022 – jeweils Aus in der Gruppenphase – ist der Druck enorm. Ein fünfter Stern wäre die Erlösung für eine Generation, die bisher nur Rückschläge auf großer Bühne erlebte.

Frankreich bleibt der Favorit vieler Experten. Kylian Mbappé führt eine Mannschaft an, die 2018 Weltmeister wurde und 2022 erst im Finale an Argentinien scheiterte. Die Tiefe des Kaders ist beeindruckend: Auf jeder Position stehen mindestens zwei Weltklasse-Optionen. Trainer Didier Deschamps geht in sein viertes großes Turnier als Cheftrainer – Erfahrung, die in engen Spielen den Unterschied macht.

England jagt den ersten Titel seit 1966. Die „Goldene Generation“ um Bellingham, Saka und Foden ist herangereift. Das Halbfinale 2018, das Finale 2021 bei der EM, das Viertelfinale 2022 – die Tendenz zeigt nach oben. In Gruppe L wartet mit Kroatien ein alter Bekannter. Die Three Lions haben das Talent für den Titel, aber die Geschichte hat gezeigt, dass Talent allein nicht reicht.

Spanien kommt als amtierender Europameister. Der Triumph 2024 mit dem damals 16-jährigen Lamine Yamal war ein Statement. Die neue Generation verbindet die Ballsicherheit der Tiki-Taka-Ära mit einer Vertikalität, die unter Luis Enrique fehlte. Pedri, Gavi und Yamal sind keine Versprechen mehr – sie sind Gegenwart.

Portugal navigiert durch die Post-Ronaldo-Ära. Cristiano Ronaldo ist noch dabei, aber seine Rolle hat sich verändert. Die Zukunft gehört Rafael Leão und den jungen Talenten aus Benfica und Porto. Gruppe K mit Kolumbien ist anspruchsvoll, aber machbar.

Belgien steht vor der letzten Chance der „Goldenen Generation“. De Bruyne, Lukaku, Courtois – sie alle nähern sich dem Ende ihrer Nationalmannschaftskarrieren. Der dritte Platz 2018 war ihr Höhepunkt. Seither ging es bergab: Viertelfinale 2022, enttäuschende EM 2024. Jetzt oder nie für die Roten Teufel.

Die Niederlande bringen die ewige Sehnsucht mit. Dreimal Vize-Weltmeister, niemals Weltmeister. Virgil van Dijk führt eine Defensive, die zu den besten gehört. Cody Gakpo und Xavi Simons sorgen für Offensive. Gruppe F mit Japan ist knifflig, aber Oranje sollte durchkommen.

Kroatien hat bei den letzten beiden Weltmeisterschaften überrascht: Finale 2018, Dritter 2022. Luka Modrić ist 40, aber immer noch magisch. Die Frage ist, ob die nächste Generation – Gvardiol, Sučić – das Erbe antreten kann. Gruppe L mit England verspricht Spannung.

Italien fehlt erneut. Der Europameister von 2021 scheiterte in der Qualifikation – ein Schock für den viermaligen Weltmeister. Die Azzurri verpassten damit ihre dritte WM in Folge, eine beispiellose Krise für eine der erfolgreichsten Fußballnationen der Geschichte.

Die Schweiz kommt als bewährte Turniermannschaft. Seit 2014 hat die Nati keine WM verpasst und erreichte 2022 das Achtelfinale. Granit Xhaka führt das Mittelfeld, die Defensive um Manuel Akanji ist stabil. Gruppe B mit Kanada sollte machbar sein.

Österreich erlebt eine goldene Ära. Die EM 2024 mit dem Achtelfinale gegen die Türkei war ein Fortschritt, und die Qualifikation für 2026 verlief souverän. David Alaba fehlt verletzungsbedingt, aber die Mannschaft hat sich von ihrer Abhängigkeit von Einzelspielern gelöst. Gruppe J mit Argentinien ist brutal, aber ein guter dritter Platz könnte reichen.

Tschechien kehrt nach 2006 zur WM zurück – 20 Jahre Wartezeit. Die neue Generation um Patrik Schick hat Potenzial, aber die Erfahrung fehlt. Gruppe A mit Mexiko ist eine Herausforderung.

Schottland qualifizierte sich erstmals seit 1998 wieder für eine WM. Die Tartan Army wird in Nordamerika lautstark sein. Gruppe C mit Brasilien ist eine Feuerprobe, aber das Achtelfinale als Gruppendritter ist möglich.

Schweden und Norwegen bringen skandinavische Stärke. Schweden ohne Zlatan muss neue Führungsspieler finden. Norwegen mit Haaland hat einen Weltstar, dem ein Turnier zur Krönung fehlt. Beide Teams können für Überraschungen sorgen.

Bosnien-Herzegowina komplettiert das europäische Aufgebot. Die Mannschaft um Džeko hat Erfahrung, aber die beste Zeit scheint vorbei. In Gruppe B könnte es für das Achtelfinale reichen.

Europäische Teilnehmer der WM 2026 mit Flaggen

Südamerikanische Nationalmannschaften

Sechs direkte Startplätze plus ein Play-off-Platz – Südamerika schickt sein stärkstes Kontingent seit Langem. Die CONMEBOL-Qualifikation war ein zweijähriger Marathon über 18 Spieltage, und wer das überstanden hat, ist gehärtet für jedes Turnier.

Argentinien kommt als Titelverteidiger. Der Triumph von Katar 2022, angeführt von Lionel Messi, war der Höhepunkt einer goldenen Ära. Jetzt, mit 38 Jahren, geht Messi in seine vermutlich letzte WM. Die Frage, ob er noch auf höchstem Niveau funktioniert, wird täglich diskutiert. Die Antwort der Südamerikaner: Er muss nicht mehr der Beste sein. Das Team um ihn herum – Julián Álvarez, Enzo Fernández, Alexis Mac Allister – ist stark genug, um zu tragen. Gruppe J mit Algerien, Österreich und Jordanien ist machbar.

Brasilien hungert nach dem sechsten Titel. Seit 2002 wartet die Seleção auf den Pokal. Die Generation um Vinícius Jr., Rodrygo und Endrick soll das ändern. Das Talent ist unbestritten, die Frage ist die mentale Stabilität in entscheidenden Momenten. Das Viertelfinale-Aus gegen Kroatien 2022 – im Elfmeterschießen – sitzt tief. Gruppe C mit Marokko ist anspruchsvoll, aber Brasilien bleibt Favorit.

Uruguay bringt die südamerikanische Kampfkraft. Zweifacher Weltmeister, zuletzt 1950, aber immer gefährlich. Darwin Núñez und Federico Valverde sind die Stars einer Mannschaft, die jeden schlagen kann, wenn der Tag stimmt. Gruppe H mit Spanien ist hart, aber Uruguay lebt von solchen Duellen.

Kolumbien hat sich über den Play-off qualifiziert und kommt mit Schwung. Luis Díaz von Liverpool führt eine talentierte Offensive. Die Verteidigung bleibt die Schwachstelle, aber in der Gruppenphase gegen Portugal, DR Kongo und Usbekistan ist das Weiterkommen realistisch.

Ecuador war die Überraschung der Qualifikation – Platz zwei hinter Argentinien. Die junge Mannschaft um Moisés Caicedo hat Biss und System. In Gruppe E trifft Ecuador auf Deutschland – das wird der entscheidende Test, ob das Team auf höchstem Niveau bestehen kann.

Paraguay komplettiert die südamerikanische Delegation. Nach verpassten Turnieren 2018 und 2022 kehrt das Land zurück. Die Guaraníes haben eine Mannschaft im Umbruch, mit erfahrenen Spielern und hungrigen Talenten. In Gruppe D mit den USA als Gastgeber liegt der Fokus auf Platz zwei oder einem guten dritten Platz. Die südamerikanische Mentalität – kämpfen bis zum Schluss – wird Paraguay helfen, auch schwierige Spiele offen zu gestalten.

Afrikanische Vertreter bei der WM

Neun Startplätze für Afrika – fast eine Verdopplung gegenüber den fünf von 2022. Diese Aufstockung ist überfällig. Der afrikanische Fußball hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, und Marokkos Halbfinale in Katar war nur der Anfang.

Marokko kommt als das Team, das Geschichte schrieb. Erstes afrikanisches Team im WM-Halbfinale, erreicht mit einer Defensive, die nur ein Gegentor in der regulären Spielzeit zuließ. Achraf Hakimi, Sofiane Amrabat und Hakim Ziyech sind zurück, ergänzt durch neue Talente. Gruppe C mit Brasilien ist brutal, aber Marokko hat bewiesen, dass sie jeden schlagen können.

Elfenbeinküste bringt den Afrika-Cup-Titel 2024 mit. Der Triumph im eigenen Land war eine emotionale Achterbahnfahrt – vom Beinahe-Aus in der Gruppenphase bis zum Finale. Sébastien Haller, der nach seiner Krebserkrankung zurückkam und im Finale traf, ist das Gesicht dieser Mannschaft. In Gruppe E wartet Deutschland – ein Kräftemessen, das beiden Teams alles abverlangt.

Senegal ist seit dem Afrika-Cup-Sieg 2022 eine feste Größe. Ohne Sadio Mané, der zurückgetreten ist, liegt die Last auf neuen Schultern. Die Qualität bleibt hoch, aber die Führungsfiguren fehlen. Gruppe I mit Frankreich ist eine Herausforderung.

Ägypten kehrt nach dem Verpassen von 2022 zurück. Mohamed Salah, mittlerweile 34, führt die Pharaonen in sein vermutlich letztes großes Turnier. Gruppe G mit Belgien ist machbar, wenn die Defensive hält.

Nigeria, Ghana, Tunesien, Algerien und DR Kongo komplettieren die afrikanische Delegation. Nigeria hat traditionell viel Talent, aber wenig Konstanz – die Super Eagles gehören zu den rätselhaftesten Teams des Weltfußballs. An guten Tagen schlagen sie jeden, an schlechten verlieren sie gegen jeden.

Ghana kehrt nach dem Desaster von 2022 zurück, als das Team in der Gruppenphase ausschied. Die Black Stars haben eine neue Generation aufgebaut und wollen die Schmach tilgen. Gruppe L mit England ist schwer, aber Ghana hat Erfahrung mit großen Gegnern.

Tunesien überrascht regelmäßig in Gruppenphasen und hielt bei der WM 2022 sowohl Dänemark als auch Frankreich in Schach. Die Adler von Karthago spielen organisiert und defensiv stark. Gruppe F mit den Niederlanden und Japan ist anspruchsvoll.

Algerien bringt die Erinnerung an den Afrika-Cup-Titel 2019 mit, als Riyad Mahrez das Team zum Triumph führte. Die Wüstenfüchse haben eine physisch starke Mannschaft und können jeden Gegner unter Druck setzen. Gruppe J mit Argentinien ist die härteste denkbare Aufgabe.

DR Kongo ist der Debütant – zum ersten Mal seit 1974 bei einer WM, damals noch als Zaire. Die Leoparden haben eine talentierte Mannschaft und profitieren von der afrikanischen Quotenerhöhung. Gruppe K mit Portugal ist lösbar.

Kap Verde verdient besondere Erwähnung. Das Inselarchipel mit 600.000 Einwohnern qualifizierte sich erstmals für eine WM. In Gruppe H mit Spanien und Uruguay wird es schwer, aber allein die Teilnahme ist ein historischer Erfolg. Die Blauen Haie haben sich über die afrikanische Qualifikation durchgekämpft und bringen eine Mannschaft mit, die nichts zu verlieren hat. Mehrere Spieler haben Erfahrung in europäischen Ligen, und der Teamgeist ist legendär. Für die Fans auf den Kapverdischen Inseln wird die WM 2026 ein Fest – unabhängig von den Ergebnissen.

Teams aus Asien und Ozeanien

Acht Startplätze für die AFC plus einer für Ozeanien – die größte Expansion bei dieser WM. Asien hat lange darauf gewartet, proportional zu seiner Bevölkerung und seinem wachsenden Fußball-Interesse vertreten zu sein.

Japan ist die asiatische Nummer eins. Siege gegen Deutschland und Spanien in der Gruppenphase 2022 waren kein Zufall. Die Mannschaft kombiniert europäische Taktik mit japanischer Disziplin. Spieler wie Takefusa Kubo, Kaoru Mitoma und Wataru Endo spielen in den Top-Ligen Europas. Gruppe F mit den Niederlanden ist anspruchsvoll, aber Japan wird sich nicht verstecken.

Südkorea bringt die Erinnerung an 2002 mit – Halbfinale im eigenen Land. Seither blieb das Achtelfinale die gläserne Decke. Heung-min Son führt die Mannschaft mit der Erfahrung von über 100 Länderspielen. Gruppe A mit Mexiko ist machbar.

Australien qualifizierte sich erneut über die Play-offs und kommt mit der Erfahrung mehrerer WM-Teilnahmen. Die Socceroos spielen mittlerweile physisch starken Fußball, der europäischen Teams Probleme bereitet. Gruppe D mit den USA ist eine Herausforderung.

Saudi-Arabien schrieb 2022 Geschichte mit dem Sieg gegen Argentinien. Die Investitionen in die heimische Liga zeigen Wirkung, auch wenn die besten Spieler noch in Europa fehlen. Gruppe H mit Spanien und Uruguay ist brutal.

Iran, Katar, Irak, Usbekistan und Jordanien komplettieren das asiatische Kontingent. Katar ist als ehemaliger Gastgeber dabei und will beweisen, dass 2022 kein Zufall war. Die Investitionen in die Akademie zahlen sich aus, auch wenn internationale Erfolge bisher ausblieben.

Iran bringt politische Komplexität mit, aber auch fußballerische Qualität. Die Mannschaft spielte bei der WM 2022 stark und unterlag England nur knapp. Die Fans zu Hause sind leidenschaftlich, und die Qualifikation verlief souverän.

Irak kehrt nach langer Abwesenheit zurück und bringt die Erinnerung an den Asien-Cup-Titel 2007 mit. Die Löwen von Mesopotamien haben eine neue Generation aufgebaut und profitieren von der Stabilisierung im Land.

Usbekistan qualifizierte sich erstmals für eine WM – ein historischer Moment für den zentralasiatischen Fußball. Die Wölfe spielen technisch ansprechenden Fußball und könnten für Überraschungen sorgen.

Jordanien qualifizierte sich ebenfalls erstmals überhaupt – ein historischer Moment für den arabischen Fußball. Die Qualifikation über den asiatischen Playoff-Weg war eine Serie von Nervenspielen. In Gruppe J mit Argentinien wird es sportlich schwer, aber symbolisch hat Jordanien bereits gewonnen.

Neuseeland vertritt Ozeanien mit einem direkten Startplatz – dem ersten in der Geschichte der OFC. Die All Whites haben sich entwickelt, sind aber weiterhin klarer Außenseiter in Gruppe G mit Belgien.

Die asiatischen Teams haben eines gemeinsam: Sie werden unterschätzt. Japan und Südkorea haben bei den letzten Turnieren bewiesen, dass sie auf Augenhöhe mit europäischen Mannschaften spielen können. Die WM 2026 könnte der Durchbruch für eine weitere asiatische Nation sein. Die Entwicklung der Ligen in Saudi-Arabien, Japan und Südkorea zeigt Wirkung, und die Investitionen in Nachwuchsförderung tragen Früchte. Asien ist längst keine Fußball-Randregion mehr, sondern ein ernstzunehmender Mitspieler auf der Weltbühne.

CONCACAF: Nord- und Mittelamerika

Drei Gastgeber plus drei weitere Qualifikanten – CONCACAF stellt sechs Teams plus die Co-Gastgeber-Plätze. Die Region hat den Heimvorteil und will ihn nutzen.

Die USA sind der Hauptgastgeber. 78 der 104 Spiele finden auf amerikanischem Boden statt, das Finale im MetLife Stadium bei New York. Die Mannschaft um Christian Pulisic, Weston McKennie und Gio Reyna ist die talentierteste US-Generation seit Jahrzehnten. Der Druck ist immens – die Erwartungen eines Landes, das Fußball als „Soccer“ noch immer nicht vollständig akzeptiert hat, lasten auf dieser Mannschaft. Gruppe D mit Paraguay, Australien und der Türkei ist machbar, aber nicht trivial.

Mexiko eröffnet das Turnier im Estadio Azteca gegen Südafrika. Dreifacher Gastgeber-Status (1970, 1986, 2026) ist einzigartig. Die Mannschaft hat die ständige Achtelfinale-Grenze – fünf Mal in Folge gescheitert – zum Trauma entwickelt. Neue Gesichter, neuer Trainer, neuer Anlauf. Gruppe A sollte kein Problem sein.

Kanada kehrt nach 1986 zur WM zurück. Alphonso Davies ist der Star, aber das Team ist mehr als ein Spieler. Die MLS hat die Entwicklung vorangetrieben, und die Qualifikation als Gruppenerster der CONCACAF-Quali war kein Zufall. Gruppe B mit der Schweiz ist anspruchsvoll.

Panama qualifizierte sich zum dritten Mal in Folge – eine bemerkenswerte Konstanz für ein kleines Land. In Gruppe L mit England und Kroatien wird es schwer, aber der Kampfgeist hat Panama schon oft gerettet.

Haiti ist die emotionalste Geschichte der CONCACAF. 52 Jahre nach der einzigen WM-Teilnahme 1974 kehrt die Karibiknation zurück. Das Erdbeben 2010, die politische Instabilität, die Armut – Fußball ist für Haiti mehr als Sport. In Gruppe C mit Brasilien wird es sportlich schwer, aber symbolisch hat Haiti bereits gewonnen.

Curaçao schreibt die unglaublichste Geschichte des Turniers. 150.000 Einwohner, keine Profi-Liga, die meisten Spieler in den Niederlanden geboren und aufgewachsen. Die Qualifikation über die Nations League der CONCACAF war eine Serie von Sensationen. In Gruppe E wartet Deutschland – David gegen Goliath in Reinform. Die Mannschaft um den erfahrenen Trainer Guus Hiddink (ja, der Hiddink) wird nicht nur mitspielen wollen, sondern Geschichte schreiben. Für die kleine Karibikinsel ist die WM-Teilnahme der größte sportliche Erfolg aller Zeiten.

Die Top-Favoriten: Wer gewinnt die WM 2026?

Nach neun Jahren Analyse wage ich eine klare Aussage: Die WM 2026 hat keinen klaren Favoriten. Das ist keine Ausrede, sondern Realität. Die Lücke zwischen den Top-Teams ist geschrumpft, und die Turnierform entscheidet mehr als je zuvor.

Frankreich steht bei den meisten Buchmachern an der Spitze mit Quoten um 5,50. Die Kadertiefe, die Erfahrung, der Superstar Mbappé – alles spricht für Les Bleus. Aber: Frankreich hat seit 2018 keinen Titel gewonnen. Die EM 2020 und 2024 endeten jeweils im Achtel- bzw. Halbfinale. Die Last der Erwartung ist enorm.

England folgt mit Quoten um 6,00. Die Statistik spricht dagegen – 58 Jahre ohne Titel – aber die aktuelle Mannschaft ist die beste seit 1966. Bellingham, Saka, Foden in der Offensive; Rice, Alexander-Arnold im Mittelfeld; Walker, Stones in der Defensive. Wenn die Einzelteile zusammenfinden, ist England schlagbar von niemandem.

Brasilien (Quote 7,00) hungert am meisten. 24 Jahre ohne Titel, die längste Durststrecke der Seleção. Vinícius Jr. will den Ballon d’Or, und ein WM-Titel wäre der ultimative Beweis. Die Offensive ist Weltklasse, die Defensive hat Fragezeichen.

Argentinien (Quote 7,50) verteidigt den Titel. Die Geschichte zeigt: Titelverteidigung gelingt selten. Frankreich 2022 war im Finale, gewann aber nicht. Spanien 2014 schied in der Gruppenphase aus. Deutschland 2018 ebenfalls. Aber Messi in seiner letzten WM – das ist ein Narrativ, das Berge versetzen kann.

Deutschland (Quote 9,00) ist der Geheimfavorit. Die Mannschaft hat unter Nagelsmann eine neue Identität gefunden. Die EM 2024 im eigenen Land endete im Viertelfinale gegen Spanien – schmerzhaft, aber mit Hoffnung. Die jungen Talente sind gereift, die Struktur steht. Ein Titel wäre die Krönung einer Aufbauarbeit.

Spanien (Quote 8,00) ist amtierender Europameister und spielt den attraktivsten Fußball. Yamal mit 18 Jahren könnte der Star des Turniers werden. Die Frage ist, ob die jugendliche Unbekümmertheit in K.o.-Spielen trägt oder zur Schwäche wird. Das Mittelfeld um Pedri und Gavi ist technisch brillant, aber bei der WM zählt auch physische Präsenz.

Die Niederlande (Quote 10,00) kommen als dreifacher Vize-Weltmeister mit der ewigen Sehnsucht nach dem ersten Titel. Die Mannschaft unter dem neuen Trainer ist pragmatischer geworden, ohne die holländische DNA zu verlieren. Van Dijk in der Defensive, Gakpo und Simons in der Offensive – das Gerüst steht.

Portugal (Quote 12,00) navigiert durch den Generationswechsel. Die Post-Ronaldo-Ära hat begonnen, auch wenn CR7 noch dabei ist. Rafael Leão hat das Potenzial zum neuen Superstar, aber er muss liefern, wenn es zählt. Die Tiefe des Kaders ist beeindruckend – Portugal hat auf jeder Position mindestens zwei Optionen auf Weltklasse-Niveau.

Belgien (Quote 15,00) ist die tragische Geschichte des modernen Fußballs. Die „Goldene Generation“ – De Bruyne, Lukaku, Courtois, Hazard – hat alles gewonnen außer einem großen Titel. 2018 war der Höhepunkt mit dem dritten Platz. Seither geht es bergab. Die WM 2026 ist die letzte Chance, bevor das Fenster schließt.

Kroatien (Quote 20,00) hat bei den letzten beiden Weltmeisterschaften überperformt. Finale 2018, Dritter 2022 – das ist keine Glücksserie mehr. Modrić mit 40 Jahren ist immer noch der Motor, aber die junge Generation um Gvardiol muss übernehmen. Die Frage ist das Timing dieses Übergangs.

WM 2026 Favoriten mit aktuellen Wettquoten

Außenseiter und Geheimtipps

Die besten Geschichten schreiben die Außenseiter. Marokko 2022, Kroatien 2018, Costa Rica 2014 – jede WM hat ihre Überraschungen. Bei 48 Teams sind die Chancen auf Sensationen größer denn je.

Marokko ist mein Top-Geheimtipp mit einer Quote um 25,00. Das Halbfinale 2022 war kein Zufall. Die Defensive ist organisiert, das Mittelfeld kreativ, der Teamgeist legendär. Achraf Hakimi spielt auf Weltklasse-Niveau, und Trainer Walid Regragui hat bewiesen, dass er große Spiele gewinnen kann.

Japan (Quote 35,00) hat das Potenzial, ins Viertelfinale oder weiter zu kommen. Die Siege gegen Deutschland und Spanien 2022 zeigten, was möglich ist. Das Problem war das Achtelfinale gegen Kroatien – wieder verloren im Elfmeterschießen. Wenn Japan diese mentale Hürde überwindet, ist alles möglich.

Norwegen (Quote 50,00) bringt Erling Haaland mit. Ein Spieler, der Spiele allein entscheiden kann. Die Mannschaft um ihn herum ist solide, aber nicht spektakulär. In Gruppe I mit Frankreich wird es schwer, aber ein guter dritter Platz und dann ein Lauf – warum nicht?

Die Türkei (Quote 80,00) hat 2024 bei der EM überrascht und bringt eine hungrige junge Mannschaft mit. In Gruppe D mit den USA könnte der Heimvorteil der Amerikaner zur Last werden. Die Türkei spielt befreit auf, und das ist gefährlich.

Ecuador (Quote 100,00) ist der südamerikanische Geheimtipp. Platz zwei in der Quali, eine disziplinierte Defensive, ein strukturiertes Spiel. Moisés Caicedo ist Weltklasse, und die Mannschaft hat nichts zu verlieren.

Für die ganz Mutigen: Elfenbeinküste (Quote 150,00) mit dem Afrika-Cup-Momentum – sie haben gerade das wichtigste Turnier ihres Kontinents gewonnen. Oder Kanada (Quote 200,00) mit dem Heimvorteil und einer Mannschaft, die niemand auf dem Radar hat. Oder gar Österreich (Quote 150,00), das in Gruppe J auf Argentinien trifft und für eine Überraschung sorgen könnte. Auch die USA (Quote 25,00) als Gastgeber mit 78 Heimspielen verdienen Erwähnung – der Druck ist enorm, aber auch die Unterstützung.

Die Geschichte lehrt: Bei jeder WM gibt es mindestens ein Team, das niemand auf der Rechnung hatte. 2022 war es Marokko. 2018 Kroatien. 2014 Costa Rica. Die WM 2026 mit 48 Teams bietet noch mehr Potenzial für Sensationen. Die Frage ist nicht, ob es Überraschungen gibt, sondern welche.

Deutschland: Die Mannschaft bei der Heim-WM der Nachbarn

Eine WM in Nordamerika ist für Deutschland kein Nachteil. Die Zeitverschiebung ist moderat, die Bedingungen vertraut, die Fanunterstützung wird beeindruckend sein. Tausende deutsche Fans werden nach Houston, Toronto und New Jersey reisen.

Die Gruppenauslosung war gnädig. Curaçao im ersten Spiel ist die perfekte Gelegenheit für einen souveränen Start. Elfenbeinküste im zweiten Spiel wird der erste echte Test – die Afrikameister haben Qualität und Momentum. Ecuador im dritten Spiel könnte über den Gruppensieg entscheiden, falls beide Teams bereits qualifiziert sind.

Julian Nagelsmann hat die Mannschaft transformiert. Weg vom ballbesitz-orientierten Spiel ohne Punch, hin zu einem vertikalen, direkten Ansatz. Die Umschaltmomente sind schneller, die Abschlüsse häufiger. Florian Wirtz und Jamal Musiala sind das kreative Zentrum, das Gegner vor unlösbare Aufgaben stellt. Wenn beide fit und in Form sind, ist Deutschland auf jeder Position in der Offensive Weltklasse.

Die Defensive hat sich stabilisiert. Antonio Rüdiger bringt Erfahrung und Aggressivität, Jonathan Tah hat sich als verlässlicher Partner etabliert. Joshua Kimmich im defensiven Mittelfeld gibt Struktur. Die Frage bleibt die Torhüterposition – Marc-André ter Stegen und Manuel Neuer haben beide Argumente, aber auch Fragezeichen.

Meine Einschätzung für Deutschland bei der WM 2026: Halbfinale als Minimalziel, Finale als realistische Option. Die Mannschaft hat die Qualität, jeden Gegner zu schlagen. Was sie noch beweisen muss, ist die Fähigkeit, unter maximalem Druck zu bestehen. Die K.o.-Spiele 2018, 2022 und 2024 endeten jeweils enttäuschend. Diese Serie zu durchbrechen, ist die große Aufgabe. Die junge Generation um Wirtz und Musiala hat die Unbekümmertheit, die es braucht, um große Momente zu kreieren. Die erfahrenen Spieler um Rüdiger und Kimmich bringen die Stabilität. Wenn beides zusammenkommt, ist der fünfte Stern möglich.

FAQ zu den WM 2026 Teams

Wie viele Teams aus Europa nehmen an der WM 2026 teil?

Europa stellt 16 der 48 Teilnehmer bei der WM 2026 – drei mehr als bei der vorherigen WM. Deutschland, Frankreich, England, Spanien, Portugal, Belgien, Niederlande, Kroatien, Schweiz, Österreich, Tschechien, Schottland, Schweden, Norwegen und Bosnien-Herzegowina sind qualifiziert.

Welche Teams sind erstmals bei einer WM dabei?

Mehrere Nationen feiern ihr WM-Debüt 2026: Curaçao, Jordanien, Kap Verde, Usbekistan und weitere Rückkehrer nach langer Abwesenheit wie Haiti (erstmals seit 1974), Kanada (seit 1986) und Irak (seit 1986). Diese Neulinge bringen frische Geschichten und unvorhersehbare Spielweisen ins Turnier.

Wer sind die Favoriten auf den WM-Titel 2026?

Frankreich, England und Brasilien führen die Favoritenlisten der Buchmacher mit Quoten zwischen 5,50 und 7,00 an. Argentinien als Titelverteidiger, Deutschland und Spanien als Europameister folgen. Die WM 2026 hat jedoch keinen klaren Favoriten – das Feld ist so ausgeglichen wie selten zuvor.

Wie viele afrikanische Teams sind bei der WM 2026 dabei?

Afrika stellt neun Mannschaften bei der WM 2026 – fast eine Verdopplung gegenüber den fünf Startplätzen von 2022. Marokko, Elfenbeinküste, Senegal, Ägypten, Nigeria, Ghana, Tunesien, Algerien und DR Kongo vertreten den Kontinent. Dazu kommt Kap Verde als zehntes afrikanisches Team.