Lionel Messi stand am Sonntagabend im MetLife Stadium zum letzten Mal in einem WM-Final. Argentinien verlor 0:1 nach Verlängerung gegen Spanien, Messi blieb ohne Tor, am Ende stand der Silberne Ball als individuelle Auszeichnung – und eine Geste, die mehr sagte als jede Trophäe: Die spanischen Spieler bildeten beim Medaillenempfang eine Gasse als Ehrenspalier für den 39-jährigen Argentinier. Es war das Bild des Abends, das in keiner Sportzeitung fehlte.

Die Endstation: 0:1 nach Verlängerung
0:0 nach 90 Minuten, 0:1 in der 106. Minute. Messi war 90 Minuten plus Verlängerung auf dem Platz, hatte einige Szenen im gegnerischen Strafraum, aber keinen Abschluss, der als Torchance zählte. Sein letzter Ballkontakt im Final blieb ohne Wirkung. Argentinien spielte ab der 90+3. in Unterzahl – Enzo Fernández flog mit Gelb-Rot vom Platz, das Spiel kippte. Messi konnte in den verbleibenden 27 Minuten in Überzahl der Mannschaft keine entscheidende Aktion mehr mitgeben.
Was blieb: 8 Tore, 4 Vorlagen, Silber
Messis WM-2026-Bilanz: 8 Tore, 4 Vorlagen. Damit führt er weiterhin die Liste der Allzeit-WM-Vorlagen an – 12 in seiner Karriere, vor Pelés 10. Das ist die eine Bestmarke, die Messi in diesem Turnier halten konnte. Die andere, der Torrekord, ging verloren: 21 Tore für ihn, 22 für den neuen Rekordhalter Mbappé. Beim Endstand des Turniers steht Messi mit 21 WM-Toren auf Platz 2 hinter dem Franzosen. Dazu kommt der Rekord der meisten WM-Einsätze aller Zeiten – 33 Spiele, eine Marke, die Messi in diesem Turnier ausbaute.
Die Stimme des Abends: Scaloni
Lionel Scaloni, Argentiniens Trainer, sprach nach dem Spiel Klartext: „Sadness, but knowing that we left everything out there. … We’re great in victory, and we have to show that we’re great in defeat too" („Traurigkeit, aber mit dem Wissen, dass wir alles gegeben haben. … Wir sind gross im Sieg, und wir müssen zeigen, dass wir auch in der Niederlage gross sind") (übersetzt auf Deutsch, World Soccer Talk, 19. Juli 2026). Und über Messi sagte er: „He’s 39 years old, it’s an incredible thing. … In my opinion, he’s the best footballer to ever step onto a football pitch" („Er ist 39 Jahre alt, das ist eine unglaubliche Sache. … Meiner Meinung nach ist er der beste Fussballer, der je einen Fussballplatz betreten hat") (übersetzt auf Deutsch, World Soccer Talk, 19. Juli 2026). Es war die ruhigste, klarste Stellungnahme des Abends – ohne Pathos, ohne Rücktrittsforderung, ohne Beschönigung.
Messis eigene Worte
Messi selbst blieb im Stadion-Interview kurz und sachlich. Auf die Frage nach dem Resultat sagte er: „I feel sad, but I am aware that we played our hearts out" („Ich bin traurig, aber mir ist bewusst, dass wir alles gegeben haben") (übersetzt auf Deutsch, Bleacher Report, 19. Juli 2026). Und zum Abschluss: „They were better, to be honest. We lost the game, and we accept that. That doesn’t mean that we will forget everything we’ve done so far, so I’d like to thank my people, my players and the country" („Sie waren besser, ehrlich gesagt. Wir haben das Spiel verloren, und wir akzeptieren das. Das bedeutet nicht, dass wir vergessen werden, was wir bisher erreicht haben, also möchte ich meinen Leuten, meinen Spielern und dem Land danken") (übersetzt auf Deutsch, Bleacher Report, 19. Juli 2026). Es klang nicht nach einem endgültigen Abschied, aber es klang auch nicht nach einem „Wir sehen uns 2030".
Die spanische Geste
Nach dem Schlusspfiff bildeten die spanischen Spieler eine Gasse, als Messi zur Medaillenverleihung ging – ein „guard of honour", wie er im Clubfussball nach einem Titel üblich ist. Für die Spanier war es eine Geste des Respekts vor dem Spieler, gegen den sie gerade gewonnen hatten. Die argentinische Mannschaft ihrerseits drehte sich teilweise weg während der spanischen Pokalübergabe und erwies den Spaniern die Geste nicht zurück – das wurde im Anschluss in den Medien kritisiert. Beide Seiten hatten ihren Anteil an der Endphase, aber die Geste der Sieger für den Verlierer bleibt das Bild dieses Finales.
- Silberner Ball für Messi – 8 Tore, 4 Vorlagen in der WM 2026.
- 12 WM-Vorlagen insgesamt – weiterhin Allzeit-Rekord.
- 33 WM-Spiele – weiterhin Allzeit-Rekord der Einsätze.
- Torrekord verloren: 21 Tore, jetzt hinter Mbappé (22).
- Spanien bildete Gassen-Ehrenspalier beim Medaillenempfang.
- Scaloni: „Er ist 39, das ist unglaublich. Meiner Meinung nach der Beste aller Zeiten.“
Wie Liechtenstein schaut
Für FL-Fans war es das Ende einer Ära, die sie über zwei Jahrzehnte begleitet haben. Wer 2006 zum ersten Mal einen Messi sah, sieht jetzt seinen letzten WM-Final. Die Quoten und Märkte dazu sind im Beitrag Goldener Ball: Rodri schlägt Messi eingeordnet, der Torrekord im Beitrag Mbappé knackt den Torrekord. Den Rahmen bildet Spanien ist Weltmeister. Wer die ganze WM 2026 mit dem SRF verfolgt hat, findet in der SRF-Übertragungsübersicht Wiederholungen und Specials zum Turnier. Im Ratgeber WM aus Liechtenstein schauen sind die nächsten Sendetermine verlinkt.
Zur Erinnerung: In Liechtenstein bestehen bis mindestens 31. Dezember 2028 keine eigenen Online-Wettkonzessionen – die Quoten sind reine Marktbeobachtung, kein Aufruf zum Einsatz. 18+