Spanien ist Weltmeister: 1:0 nach Verlängerung im MetLife

Updated Juli 2026
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Der WM-Final 2026 ist gespielt – und Spanien ist zum zweiten Mal Weltmeister (der erste Titel datiert von 2010). Ferran Torres schoss in der 106. Minute das einzige Tor des Abends, Spanien gewann 1:0 nach Verlängerung. 80’663 Zuschauer im MetLife Stadium sahen einen Final, der 90 Minuten lang 0:0 stand und in der zweiten Hälfte der Verlängerung entschieden wurde. Aus Vaduzer Sicht war es der perfekte Sonntagabend: Anstoss 21:00 MESZ, live auf SRF zwei, ohne Wecker und ohne DACH-Team – einfach Weltklasse.

Spanische Spieler in Rot bejubeln den Finaltreffer im Flutlicht des MetLife Stadium, Konfetti in der Luft, erzählerische Sportfotografie.
Ferran Torres (62. eingewechselt) trifft 39 Sekunden nach Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit der Verlängerung – Spanien ist Weltmeister.

Das Tor: zwei Einwechselspieler entscheiden den Final

Bis in die zweite Halbzeit der Verlängerung passierte wenig – die Abwehrreihen dominierten, beide Torhüter standen sicher. Dann kam die 106. Minute: Pedro Porro flankte von rechts an den hinteren Pfosten, Nico Williams (ebenfalls eingewechselt) setzte sich im Kopfballduell gegen Molina durch, und Ferran Torres vollendete mit dem linken Fuss flach an Emiliano Martínez vorbei ins Netz. Zwei Spieler, die in der Startelf nicht standen, kombinierten das Siegtor. Für Ferran Torres war es das erste Turniertor überhaupt – und es entschied einen Weltcup-Final. Trainer Luis de la Fuente brachte es auf den Punkt: „I said gentlemen we have an appointment with history, and we want to be there first" („Ich sagte den Herren, wir haben eine Verabredung mit der Geschichte, und wir wollen dort als Erste sein") (übersetzt auf Deutsch, Yahoo Sports, 19.–20. Juli 2026).

Die entscheidende Szene: 10 gegen 11 ab der 90+3.

In der dritten Minute der Nachspielzeit der regulären Spielzeit flog Enzo Fernández vom Platz – seine zweite Gelbe Karte nach einem rücksichtslosen Foul an Pau Cubarsí, der den Spanier durch die Luft segeln liess. Ab diesem Moment verteidigte Argentinien in Unterzahl: neun Minuten Nachspielzeit plus die gesamte Verlängerung. ESPN erklärte den Platzverweis nachträglich für korrekt. Die Disziplinbilanz war klar: Spanien 0 Karten, Argentinien 7 Gelbe plus den einen Platzverweis von Fernández.

Emiliano Martínez: 11 Paraden – Rekord im WM-Final

Der argentinische Torhüter Emiliano Martínez hielt 11 Schüsse – die meisten Paraden, die je ein Torhüter in einem WM-Final gezeigt hat. Er soll Berichten zufolge mit gebrochenem Finger gespielt haben; diese Information stammt allerdings aus nur einer Quelle und ist nicht vollständig bestätigt. Seine Leistung konnte die Niederlage nicht verhindern, aber sie war der Grund, warum das Spiel überhaupt in die Verlängerung ging.

Spanien: 1 Gegentor in 8 Spielen, 38 unbesiegt – neue Rekorde

Die Zahlen sind historisch. Spanien kassierte im gesamten Turnier ein einziges Gegentor in acht Spielen – der niedrigste Wert, den je ein Weltmeister erreicht hat (trotz des neuen 48-Team-Formats mit mehr Spielen als je zuvor). Hinzu kommen sieben Zu-Null-Spiele. Die Mannschaft von de la Fuente baute ihre unbeschlagene Serie auf 38 Spiele aus – ein neuer Allzeit-Rekord, der Italiens 37 Spiele aus den Jahren 2021–2023 übertrifft. Rodri sagte nach dem Spiel: „We’re on cloud nine. This squad is sensational. We’re two-time World Cup champions. It was the toughest tournament in World Cup history" („Wir sind im siebten Himmel. Diese Mannschaft ist sensationell. Wir sind doppelte Weltmeister. Es war das härteste Turnier der Weltcup-Geschichte") (übersetzt auf Deutsch, The National, 20. Juli 2026).

Endstand: Spanien – Argentinien 1:0 n.V. (0:0, 0:0)

Platz Team Weg in den Final
🥇 Weltmeister Spanien Gruppe H · 3:0 Österreich · 1:0 Portugal · 2:1 Belgien · 2:0 Frankreich · 1:0 Argentinien (n.V.)
🥈 Vizeweltmeister Argentinien Gruppe J · 3:2 Kap Verde (n.V.) · 3:2 Ägypten · 3:1 Schweiz (n.V.) · 2:1 England

Spanien gewann alle 8 Spiele dieses Turniers (7 Zu-Null, 1 Gegentor). Argentinien gewann 7 und verlor den Final.

  • Spanien ist Weltmeister – 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien (Ferran Torres, 106.).
  • Spanien kassierte nur 1 Gegentor in 8 Spielen – historischer Rekord für einen Weltmeister.
  • Unbesiegt-Serie auf 38 ausgebaut – neuer Allzeit-Rekord.
  • Enzo Fernández flog in der 90+3. mit Gelb-Rot vom Platz – entscheidende Szene.
  • Emiliano Martínez mit 11 Paraden – Finalrekord.

Disziplin und ein Wort zur Rudelbildung

Nach dem Schlusspfiff kam es zu einer unschönen Szene: Leandro Paredes packte Eric García am Hals und riss Gavi zu Boden, spanische Spieler gingen dazwischen. Auslöser war eine Konfrontation zwischen Molina und Rodri. Die FIFA-Schiedsrichterbericht bestätigt den Vorfall, spricht aber explizit keine Rote Karte gegen Paredes aus – anders als mehrere Medien, die einen Platzverweis meldeten. Fakt bleibt die Agression; die Rote Karte ist mediale Behauptung, kein offizieller Fakt. Alan Shearer kommentierte bei der BBC: „Paredes threw two or three haymakers into someone’s face. He went for them" („Paredes schlug zwei- oder dreimal mit voller Waffe auf jemandes Gesicht ein. Er ging auf sie los") (übersetzt auf Deutsch, Yahoo Sports, 19. Juli 2026).

Wie Liechtenstein schaut

Ein Sonntagabend um 21:00 MESZ – Anstoss, Final, SRF zwei. Perfekter geht es kaum. Wer in Vaduz, Schaan, Triesen oder Balzers mit den Nachbarn mitfieberte, sass vor dem Bildschirm und hatte nach 120 Minuten einen spanischen Weltmeister. Für FL-Fans bleibt die Nati die „WM-Mannschaft schlechthin“ – aber ein Endspiel dieser Klasse ist auch ohne eigenes Team ein Ereignis. Die kompletten Sendezeiten finden sich in der SRF-Übertragungsübersicht und im Ratgeber WM aus Liechtenstein schauen.

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